Die BI lädt ein:
Veranstaltungen

Wolfgang Zirngibl (CSU) in Dachau

16.06.2010,

20 Uhr, Gasthaus Drei Rosen

"Auf den ersten Blick wirkt Ascha bei Straubing wie viele kleine Orte in Niederbayern: friedlich und idyllisch. Doch die Aschinger sind eigensinnig. Sie wollen ihre Energie zu hundert Prozent selbst herstellen - aus regenerativen Quellen. Und sie sind schon auf dem besten Weg dorthin". Ein CSU Bürgermeist er referiert in Dachau, wie man ohne Atom und Kohle seine Gemeinde mit Energie versorgen kann.


Zitat Wolfgang Zirngibl (CSU), Bürgermeister Ascha:
"Wir brauchen das Öl von den Ölscheichs nicht. Wir wollen bezahlbare Energie für unsere Bürger. Und ich denke, wir haben Mittel und Wege gefunden, das zu erreichen."


Für mehr Informationen gibt es einen Beitrag des Bayrischen Rundfunks unter
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/unkraut/unkraut-energie-und-umwelt-energieautarkes-dorf-ID1235834601425.xml. Dort gibt es auch noch weiterführende Links.

Anfahrt:
http://www.gasthaus-3rosen.de/anfahrt.html

Wir brauchen keine Kohle aus Kolumbien

Zitat Hr. Wolfgang Zirngibl (CSU), Bürgermeister Ascha

Wir wollen bezahlbare Energie für unsere Bürger. Und ich denke, wir haben Mittel und Wege gefunden, das zu erreichen"

 

Ja zu neuen Arbeitsplätzen in Dachau

Ja zum Ausstieg aus Lünen und Krefeld

 


22.6.2010

Kohlekraft JA oder NEIN? - Podiumsdiskussion Bund Naturschutz

mit

Michael Eisenmann (Sprecher der BI) und
Robert Haimerl (Techn. Leiter Stadtwerke)

Moderation Peter Heller (BN)

Datum: Dienstag, 22. Juni 2010
Zeit: 20:00 - 22:00
Ort: Schützensaal der Gaststätte "Drei Rosen", Münchner Straße 5

Am 04. Juli stimmen die Dachauer Bürgerinnen und Bürger über den Ausstieg aus der Beteiligung der Stadtwerke an den Kohlekraftwerken in Krefeld und Lünen ab. In den vergangenen Wochen gab es hierzu bereits heftige Wortgefechte im Stadtrat, viele konträre Leserbriefe und zahlreiche weitere Stellungnahmen.

Die zunehmende Intensität der Auseinandersetzung zeigt zweierlei. Das Thema Einstieg in neue Kohlekraftwerke in heutiger Zeit ist 'brennend' aktuell. Und es macht deutlich, dass dieses Feuer die Bevölkerung wegen ihrer Mitbestimmungsmöglichkeit im Rahmen des Bürgerentscheides am 04. Juli sehr interessiert.

Randbemerkung in eigener Sache: Mitte der 90er Jahre war ich Landkreis-Koordinator des Volksbegehrens "Mehr Demokratie" in Bayern. Damals wurde überhaupt erst die Möglichkeit geschaffem, Bürgerbegehren auf kommunaler Ebene durchzufürhen. Deshalb freut mich der zweitgenannte Aspekt auch persönlich sehr.

Und tatsächlich vertreten die Bürgerinitiative Kontra-Kohlestrom-Dachau einerseits und der Stadtwerke Dachau andererseits sehr gegensätzliche Positionen. Der BN bietet deshalb der Dachauer Bevölkerung DAS Podium zur Frage "Kohlekraft JA oder NEIN?".

 


 

12.05.2010

Keine Kohle aus Kolumbien

Auftaktveranstaltung mit Sebastian Rötters von der Menschenrechtsorganisation FIAN in der Gaststätte Drei Rosen

Ein Bericht von Bündnis für Dachau:

Die CSU wird die folgenden Zeilen wohl wieder als ideologisch und emotional abtun. Sie argumentieren mit einem Energiemix für Dachau, mit Versorgungssicherheit.

Nach dem gestrigen Vortrag von Sebastian Rötters von der Menschenrechtsorganisation FIAN in der Gaststätte Drei Rosen kann man die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Augenblick ausser Acht lassen. 

Menschenleben und Lebensumstände spielen bei den Entscheidungen der meisten Stadträte kaum eine Rolle: "Wir in Dachau können ja die Welt nicht retten." Und wenn Blut an der Kohle für unseren Strom klebt ist das schließlich nicht unser Problem, sondern das Problem von irgendwelchen Firmen über dem großen Teich.

Fest steht: 
Stadtwerke Dachau werden sicherlich mit 100% Blutstrom beliefert.

Die Stadtwerke Dachau haben sich am Konzern Trianel beteiligt, diese Beteiligung beinhaltet den Neubau der Kohlekraftwerke in Lünen und Krefeld.

Trianel wiederum hat einen Liefervertrag mit einer Abbau-Firma im Gebiet El Cerrejón in Kolumbien geschlossen.

So hieß es in einer
Pressemeldung am 23.10.2009: Aufgrund des internationalen Kohlemarktes ist es wahrscheinlich, dass Trianel ab 2012 für sein Kohlekraftwerk in Lünen und nach dessen Inbetriebnahme auch für das Trianel-Kohlekraftwerk Krefeld Kohle aus El Cerrejón beziehen wird.

Nach aussen hin wird uns verkauft, dass die Bewohner umgesiedelt würden und dass sie Entschädigungen erhalten würden. Die Wahrheit sieht anders aus, die Bewohner der Dorfgemeinschaften werden mit LKWs abtransportiert und kehren später als Landlose wieder in ihre niedergewalzten Hütten zurück.

Trianel sieht sich nicht in der Verantwortung, und der jetzige Betreiber der Minen auch nicht, den all dies wurde von den Vorbesitzern veranlaßt.

Der Abbau erfolgt mittels flächiger Sprengungen. An 364 Tagen im Jahr. Lediglich an Silvester wird nicht gesprengt. Jede Sprengung löst riesige Staubwolken aus. In der Region sind 37% der Bevölkerung inzwischen atemkrank. 

Sicherlich, auch der Referent bestätigt, dass die Abbau-Firma noch zu den "seriöseren" zählt, doch spielt das wirklich unter diesen Umständen eine Rolle?

Der Referent schließt Kinderarbeit in El Cerrejón aus, aber wer die Fotos der entrechteten Familien sieht, die niedergerissenen Dörfer, die Staubwolken der Sprengungen, dem kann nicht vermittelt werden, dass es sich hier um verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung handelt.

Dazu aus der Pressemeldung von FIAN

Köln, 18.01.2010. Die Menschenrechtsorganisation FIAN und das katholische Hilfswerk Misereor e.V. zeigen sich sehr besorgt über die Sicherheit des kolumbianischen Gemeindevertreters Yoe Arregoces. Dieser hatte im Oktober auf Einladung des Arbeitskreises Kolumbien & Kohle, MISEREOR und FIAN bei mehreren Veranstaltungen über die negativen Auswirkungen des Kohleabbaus durch das Unternehmen CERREJON in Kolumbien berichtet. FIAN und Misereor hatten dabei auch auf die Zusammenhänge zwischen den Menschenrechtsverletzungen dort und den massiven deutschen Steinkohleimporten aus der CERREJON-Mine im kolumbianischen Department La Guajira aufmerksam gemacht