Hintergrund

Warum lehnen wir den Bau neuer Kohlekraftwerke ab?

--> Das Kohlekraftwerk Lünen (750 Mega Watt Leistung) wird pro Jahr ca. 4,5 Mio. Tonnen CO2 erzeugen und das mindestens 30 Jahre lang!

--> 55 % der Heizenergie de r Kohle gehen als Abwärme verloren, nur 45 % werden in Strom umgewandelt!

--> Die benötigte Kohle wird in Ländern wie Kolumbien, Russland, Polen, Australien, Indien und China unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut und um den halben Erdball mit Schweröl verbrennenden Schiffen nach Deutschland transportiert!

--> Der Klimawandel beschleunigt sich beängstigend (--> Film von Al Gore), jede weitere von Menschen erzeugte Tonne CO2 ist verantwortungslos. Unsere Gesellschaft muss sofort beginnen, Energie einzusparen und die Stromgewinnung auf 100 % erneuerbare Energiequellen umzustellen. Die Technik dafür ist vorhanden, es fehlt nur der politische Wille dazu.

Machen Sie mit. Wir helfen der Dachauer Stadtpolitik auf die Sprünge!

Unterstützen Sie unser Bürgerbegehren!

Strom aus Kohle abschalten, Strom aus lokalen regenerativen Energiequellen einschalten!



 

Informationen zu Krefeld

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

 

Betreiber: Trianel, CURRENTA (Bayer-Tochter)

 

Planungsstand:

Bebauungsplan: muss evtl. neu aufgestellt werden

Genehmigungsverfahren: eingeleitet Genehmigungsverfahren noch am Anfang - Baubeginn unklar

 

Planungsdaten:

Brennstoff: Steinkohle

Leistung: 810 MW

Baubeginn: unklar, evtl. 2014

Inbetriebnahme: 2011

Wirkungsgrad: ca. 46%

KWK: ja

Investition: 1 Mrd.Euro

CO2-Ausstoß: 4,5 Mio. t/Jahr

Quelle: Klima-Allianz

Ein Beitrag aus der Sendung Lokalzeit des WDR:

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Informationen zu Lünen

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

 

Betreiber: Trianel

 

Planungsstand:

Bebauungsplan: Vorhanden

Genehmigungsverfahren:

Fortgeschritten - Das Kohlekraftwerk ist bereits in Bau, obwohl noch nicht alle Genehmigungen vorliegen. Der BUND hat gegen die Genehmigung des Trianel-Kraftwerks Klage eingereicht und einen erheblichen Teilerfolg erzielt.

 

Planungsdaten:

Brennstoff: Steinkohle

Leistung: 810 MW

Baubeginn: 2008

Inbetriebnahme: 2011

Wirkungsgrad: mehr als 45 %

KWK: unklar

Investition: 1,6 Mrd.Euro

CO2-Ausstoß: 4,5 Mio. t/Jahr

 

Quelle: Klima-Allianz


Studien belegen: Es gibt keine Stromlücke

Umweltbundesamt (UBA): Die Stromlücke wird es auch in Zukunft nicht geben - selbst mit Atomausstieg und ohne den Zubau neuer Kohlekraftwerke. Das ist Ergebnis der aktuellen Studie „Klimaschutz und Versorgungssicherheit" des Umweltbundesamtes (UBA). Mehr dazu lesen Sie hier...

Greenpeace: Das Märchen von der Stromlücke. PDF zum Download

Bund Naturschutz: Derzeit sind wir weit von einer Stromlücke entfernt. Deutschland hat im Jahr 2007 Strom in der Größenordnung von zwei Atomkraftwerken exportiert – und dies, obwohl mehrere AKW wegen technischer Probleme über Monate vom Netz genommen waren. Teilweise waren sieben AKW gleichzeitig nicht in Betrieb, ohne dass es zu den geringsten Engpässen bei der Stromversorgung gekommen wäre. Mehr dazu lesen Sie hier...

Energieversorger: Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE, ein kommunaler Energieversorger in Südhessen, kommt in Ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass auch ohne die Verlängerung der Laufzeiten für AKW's keine Stromlücke entstehen wird. Des weiteren kommt die Studie zum Schluß, dass neue Kohlekraftwerke nicht den Erfordernissen der zukünftigen Stromerzeugung entsprechen. In Zukunft muss wegen des weiter ansteigenden Anteils regenerativer Energien - um die derzeit gesteckten Klimaziele zu erreichen muss ein Anteil von 35 % bis 2030 erreicht werden- ein flexibler Kraftwerkspark für Mittel- und Spitzenlast ausgebaut werden. Mehr dazu lesen Sie hier...

CSU: Schon 2008 hatte das Bundeswirtschaftsministerium unter Michael Glos (CSU!) prognostiziert, dass es in absehbarer Zeit keine „Stromlücke“ geben werde. Mehr dazu lesen Sie hier...

 


 

Studien belegen: Kohlekraftwerke sind unwirtschaftlich

WestLB: "Unter den heutigen Rahmenbedingungen am deutschen Strommarkt rechnen sich Investitionen in fossile Großkraftwerke oft nicht mehr. Dies gilt auch ohne Berücksichtigung des Emissionshandels oder bei niedrigen CO2-Preisen. Insbesondere neue Steinkohlekraftwerke erweisen sich sowohl bei hohen als auch bei niedrigen CO2-Preisen als unrentabel. Neue Gaskraftwerke stellen nur bei hohen CO2-Preisen eine wirtschaftliche Alternative dar." und weiter "Ein Ausbau der Erneuerbaren Energien hat eine Strompreis senkende Wirkung an der Strombörse. Dies führt zu einer Verschlechterung der Rendite von allen Kraftwerken, die sich am Strommarkt behaupten müssen. Nach unseren Berechnungen erweist sich ein „Grünes Kraftwerk“, das aus einem Portfolio verschiedener Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien (Onshore- und Offshore-Windkraft, Solar, Biomasse) besteht, als rentabel. Ein gesetzlicher Rahmen für die Förderung Erneuerbarer Energien erscheint jedoch noch über längere Zeit nötig." Mehr dazu lesen Sie hier...

Frauenhofer Institut: Laut ihrer Studie sinkt der Bedarf für die Stromproduktion der sogenannten Grundlast von heute ca. 44 Gigawatt auf ca. 25 Gigawatt im Jahr 2020.
„Nach den Ergebnissen der Studie sind alle Investitionen in zusätzliche fossile Kraftwerke, die auf eine dauerhafte Auslastung angewiesen sind, unwirtschaftlich. Denn diese Kraftwerke werden sich angesichts der realen Bedingungen von Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt nicht rentieren“, schlussfolgert Björn Klusmann, BEE-Geschäftsführer. Mehr dazu lesen Sie hier...

Universität Flensburg: Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken am Beispiel Brunsbüttel. "Selbst wenn die Transportkapazität des Stromnetzes an der Nordseeküste bei Brunsbüttel parallel zum bevorstehenden Auf- und Ausbau der Offshore-Windkapazitäten stark ausgebaut wird, kämen die derzeit von mehreren Investoren geplanten vier 800-Megawatt-Kohleblöcke übers Jahr nicht mehr ausreichend lange zum Einsatz, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Anhand eines "Stromeinspeise-Modells" der in Brunsbüttel einspeisenden Offshore-Windenergieanlagen und der vor Ort geplanten Steinkohlekraftwerke konnte Wiese zeigen, dass die vier neuen Kohleblöcke statt der kalkulierten 7.000 bis 8.000 Jahresvolllaststunden maximal zwischen 4.111 und 6.190 Volllaststunden pro Jahr Strom ins Netz einspeisen könnten - zu wenig, um die eingesetzten Kapitalkosten einzuspielen und eine Rendite abzuwerfen. Dabei sei anzunehmen, dass die tatsächliche Volllaststundenzahl durch mangelnde Kühlmöglichkeiten in der Elbe im Sommer noch weiter reduziert werden muss. Heute errichtete Kohlekraftwerke sind als Grundlastkraftwerke konzipiert und nicht flexibel genug, um als ergänzende Energielieferanten im so genannten Mittellastbereich wirtschaftlich zu arbeiten." Mehr dazu lesen Sie hier...

60 Wirtschaftswissenschaftler: Finanz- und Klimarisiko Kohlekraftwerke. Neben der Erklärung der Wirtschaftswissenschaftler gibt es hier eine weiterführende Sammlung an Studien. Mehr dazu lesen Sie hier...